Kopfschmerzen oder Migräne

In meiner Praxis höre ich immer wieder: „Ich habe Migräne“ dabei handelt sich um Kopfschmerzen oder „Ich habe Kopfschmerzen“ dabei ist es Migräne. Du merkst, oft ist das nicht so einfach auseinander zu halten. Aber wie ist es nun? Und was kannst Du komplementärmedizinisch tun?



Hast Du gewusst? – Es gibt 165 Kopfschmerzformen

Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung. Mediziner kennen etwa 165 unterschiedliche Kopfschmerzformen.


Die Betroffenen klagen über Schmerzempfindungen wie Druck, Spannung, Stechen oder Pochen im Bereich des Kopfes. Der Kopfschmerz beruht auf einer Reizung des Schädels, der Hirnhäute, der Blutgefässe oder auch der Hirnnerven. Das Gehirn an sich ist schmerzunempfindlich.


Die häufigste Art des Kopfschmerzes ist der sogenannte Spannungskopfschmerz. Bisher ist nicht genau bekannt, wie es dazu kommt. Es gibt viele Vermutungen und unter anderem geht die Wissenschaft davon aus, dass eine Verkrampfung der Nackenmuskulatur zu einer Aktivierung der Schmerzrezeptoren führt.


Andere Faktoren sind: Fieberhafte Infekte, Stress, Medikamente, hoher Blutdruck, eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder auch eine verspannte Kaumuskulatur. Daneben gibt es den Kopfschmerz nach zu viel Alkohol oder den Kopfschmerz aufgrund von Umwelteinflüssen: Sonne, Wind, Nebel.


Häufig beobachte ich als Naturheilpraktiker, dass der „normale“ Kopfschmerz wieder vergeht und nicht dauerhaft vorhanden ist. Allerdings gibt es Patienten, die täglich Kopfschmerzen haben und ohne Therapie nicht mehr auskommen.


Und was ist nun Migräne?

Die Migräne ist eine neurologische (nervliche) Erkrankung. Etwa 10% der Menschen in der Schweiz leiden darunter und Frauen sind dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Bei Erwachsenen zeigt sich die Migräne häufig durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallsartigen, halbseitigen und pulsierenden Kopfschmerz der von zusätzlichen Symptomen begleitet wird: Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit aber auch Erbrechen. Zusätzlich gibt es die „Migräne-Aura“, d. h. es kommt zu Wahrnehmungsstörungen beim Sehen oder Hören. Daher Mediziner in der Fachsprache von Migräne mit oder ohne Aura. Allgemein gesagt ist die Migräne „dramatischer“ als der Kopfschmerz.

Was kannst Du tun?

Wichtig ist die richtige Diagnosestellung. Länger andauernde Kopfschmerzen und die Migräne gehören abgeklärt, um schlimmere Erkrankungen ausschliessen zu können.

Die Komplementärmedizin hilft bei Kopfschmerzen und Migräne

In der Selbstmedikation stehen Möglichkeiten zur Verfügung und Dein Apotheker und Drogist hat diverse pflanzliche oder homöopathische Mittel im Sortiment. Der Klassiker ist hier das Pfefferminzöl, welches äusserlich angewendet wird und zu dem Studien darüber existieren, dass das Öl wirkt.


Als Naturheilpraktiker wende ich bei Kopfschmerzen oder Migräne häufig die Akupunktur, Pflanzenheilkunde und auch osteopathische Techniken an. Diese haben sich als wirksam erwiesen. Wenn Du mehr Informationen dazu haben möchtest, melde dich gerne.