Natürlich behandeln - aber nicht "fanatisch"

Ich lasse mich nur naturheilkundlich behandeln. Oder, für mich kommt nur die Schulmedizin in Frage. Solche Sätze höre ich immer wieder, doch ist das sinnvoll? Kann es nicht einen sowohl als auch Weg geben? Als Naturheilpraktiker vertrete ich die Haltung: Solange wie möglich natürlich - aber nicht "fanatisch", sprich es braucht das Geeignete zur richtigen Zeit.


Die Naturheilkunde hat eine jahrhunderte teils jahrtausende lange Tradition und wird von vielen Menschen gerne in Anspruch genommen. Wer kennt nicht schon als Kind die Mutter, die lieber bei Halsschmerzen einen Salbeitee verabreicht als gerade ein Antibiotika geben lässt. Oder wer lässt sich nicht lieber manuell behandeln bei Rückenschmerzen, als einfach eine Spritze beim Hausarzt zu bekommen, die zwar die Schmerzen ein paar Stunden nimmt, jedoch nicht nachhaltig wirkt.


Als Naturheilpraktiker für Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) bietet mein Beruf ein breites Angebot an Möglichkeiten. Mit der TEN können akute und chronische Krankheiten behandelt werden. Die TEN wird ebenso zur Gesundheitsförderung und -erhaltung eingesetzt und erfüllt dabei nachhaltig wirkende, präventive Aufgaben. Die TEN kann auch palliative Betreuung bedeuten.


Die Grenzen der Naturheilkunde sind jedoch dort, wo zur Abwendung von Lebensgefahr oder dauerhafter Schädigung eine konventionell-medizinische Behandlung erfolgen muss, wo Operationen unumgänglich sind oder wo kein Rückgang der Krankheitszeichen festzustellen ist.


Daher spreche ich häufig davon "integrativ" zu arbeiten, sprich miteinander. Eine Arbeitsweise, die nicht immer leicht ist, weil sowohl auf der naturheilkundlichen als auch der schulmedizinischen Seite Personen mit "Scheuklappen" zu finden sind.


Was meine ich damit? Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die fanatisch auf ihre Seite pochen und alles andere ausschliessen. Ich habe jedoch in den knapp 20 Jahren meiner Arbeit gelernt, dass alles was "radikal" ist, nicht weiterführt und nicht gesund ist. Was spricht dagegen, wenn sich z.B. ein Patient mit chronischen Rückenschmerzen nicht nur schulmedizinisch beim Orthopäden behandeln lässt, sondern auch osteopathisch oder mit der Akupunktur. Oder was spricht dagegen, wenn ein Patient beim Hausarzt bei seinen Darmbeschwerden nicht weiterkommt und beim Naturheilpraktiker hingegen mit pflanzlichen Mitteln besseren Erfolg hat. Der Patient kann dabei nur gewinnen.


Doch wie gesagt, es braucht beide Seiten. Ich bin froh um Kolleginnen und Kollegen, die eine Operation durchführen können, die Medikamente verordnen, wenn pflanzliche Mittel nicht ausreichen, die Untersuchungsmethoden anwenden, sofern diese in der Naturheilkunde nicht zur Verfügung stehen, die impfen, wenn das notwendig ist, usw.


Meine Arbeitsweise dabei: Solange wie möglich natürlich behandeln - aber nicht "fanatisch", sprich es braucht das Geeignete zur richtigen Zeit.


Die Naturheilkunde kann bei vielen Krankheitsbildern als Einzeltherapie oder zusammen mit der Schulmedizin zur Anwendung kommen:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Gelenke

  • Akute und chronifizierte Schmerzsyndrome, Migräne

  • Rheumatische Erkrankungen, Fibromyalgie

  • Degenerative Prozesse, entzündliche und nicht-entzündliche Arthrose

  • Krankheiten des Bindegewebes und der Gefässe

  • Probleme und Entzündungen des Verdauungstraktes

  • Störungen des Nervensystems (sensorisch, motorisch und rhythmisch)

  • Haut- und Schleimhauterkrankungen

  • Störungen des Immunsystems, Allergien

  • Erkrankungen des Urogenitaltraktes

  • Hormonelle Störungen und Unregelmässigkeiten

  • Psychosomatische Störungen, Depressionen, Schlafstörungen, Suchtverhalten (auch Essstörungen), Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen

  • Psychische und physische Erschöpfungszustände


Bei Fragen zur Naturheilkunde und deren Anwendungen kannst du gerne auf mich zukommen.