Was ist und wie wirkt Osteopathie nach TEN?

Aktualisiert: 5. März

Die Osteopathie bearbeitet vereinfacht gesagt sämtliche Körperstrukturen, um eine freie Beweglichkeit zu gewährleisten. Eine eingeschränkte Beweglichkeit betrifft dabei keinesfalls nur Muskeln und Gelenke, sondern auch Nerven, Eingeweide oder Bänder, die ebenfalls in ihrer Funktion beeinträchtigt sein können. Alles ist im Fluss lautet vereinfacht gesagt das Motto.


In meiner Praxis arbeite ich als Naturheilpraktiker für Traditionelle Europäische Naturheilkunde als Teil der Reflexzonentherapie und Arbeit im Bindewebe nach den Gesichtspunkten der Humoralmedizin und nütze osteopathische Techniken, um die Ordnung im Körper wiederherzustellen und Blockaden zu lösen.


Zur Anwendung kommen:

  • Neurolymphatische Reflexpunkte nach Frank Chapman

  • Head’sche Zonen

  • Tenderpoints nach Lawrence H. Jones

  • Segmentale Irritationspunkte nach Karl Sell

  • Nervenreflexzonentherapie nach Froneberg

  • Cranio-Sacrale & Osteopathische Reflexzonentherapie nach Faure-Alderson

  • Viszerale Techniken (an den inneren Organen)

  • Parietale Techniken (Manuelle Therapie, Triggerpunkte und Faszien)

  • Meridian-Reflexzonentherapie


Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) gilt bis heute als Entdecker der Osteopathie. Die Methode ist eine ganzheitliche Herangehensweise mit dem Ziel, die Autoregulation des Organismus anzuregen.


Ein wichtiger Punkt der Therapie: Verklebte Faszien lösen


Alle Strukturen und Organe sind von Faszien, also dünnen Bindegewebshüllen, umgeben und durch diese miteinander verbunden. Faszien schützen die Organe und Strukturen und sorgen dafür, dass sich diese – je nach unseren Bewegungen – verschieben können, ohne ihren ursprünglichen Platz zu verlassen.


Faszien können verkleben, z.B. durch Verwachsungen als Folge von Operationen, durch Störungen der betreffenden Organe oder durch Ablagerungen von Stoffwechselschlacken. Diese Verklebungen führen ebenfalls zu Blockaden im Körper und erschweren die Verschiebbarkeit der Organe und Strukturen zu einander. Bei Rückenschmerzen z.B. denkt man üblicherweise nicht sofort an eine Funktionsstörung des Magens, die allerdings durchaus für die Beschwerden verantwortlich sein kann. Ein Therapeut betrachtet daher bei seiner Untersuchung stets den gesamten Organismus und nicht nur denjenigen Körperteil, der vom Patienten als schmerzend empfunden wird.


Und wie wirken diese osteopathische Techniken im Rahmen der Reflexzonentherapie?


Um zu verstehen, wie die osteopathische Techniken wirken, ist es ferner wichtig, sich mit den Selbstheilungskräften des Körpers zu beschäftigen. Der menschliche Organismus ist unablässig Belastungen und Angriffen durch Bakterien und Viren ausgesetzt, muss sich um die Reparatur kleinerer Verletzungen von Haut und Blutgefässen kümmern und dafür sorgen, dass giftige Stoffe über die verschiedenen Ausscheidungsorgane aus dem Körper transportiert werden. Der gesunde Körper, der in seinen unterschiedlichen Funktionen nicht eingeschränkt ist, bewältigt diese Aufgaben ohne Probleme.


Je stärker jedoch die Beweglichkeit eines Körperteils in Mitleidenschaft gezogen ist, desto anfälliger wird der Organismus für Erkrankungen. Seine Fähigkeit, sich selbst zu heilen, ist zwar deshalb nicht verschwunden, aber verringert. Er versucht zusätzlich seine Schwäche auf irgendeine Art zu kompensieren, was aber nun wieder zu vermehrter Anspannung und damit wiederum zu Einschränkungen der Beweglichkeit. Alles steht miteinander in Verbindung und hat eine reflektorische Ausstrahlung.


In der Therapie versuche ich, diese Einschränkungen der Beweglichkeit zu lösen und dadurch die Selbstheilung des Körpers wieder in Gang zu setzen.