Osteopathie und die 4-Elemente-Lehre

Aktualisiert: 8. Nov.


Unser Körper wird durch Faszien zusammengehalten. Kommt es zu "Blockaden", ist die freie Beweglichkeit nicht mehr gewährleistet. Als Naturheilpraktiker arbeite ich nach osteopathischen Regeln mit der Faszien-Therapie und helfe so Deinem Körper wieder die Selbstregulationskräfte anzuregen.


Der menschliche Körper besteht aus vielen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Eine wichtige Verbindung dieser Strukturen, wird durch die Faszien geschaffen. Faszien sind dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine grosse Körperfaszie bilden. Sind Körperstrukturen "verklebt" oder können sich nicht mehr frei bewegen, bilden sich Einschränkungen im Bewegungsablauf. Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt jedoch zum optimalen Funktionieren ausreichende Bewegungsfreiheit.


Das Ziel osteopathischer Behandlungen ist es, Blockaden und Gewebespannungen zu lösen und somit die Beweglichkeit wiederherzustellen. Therapeuten für Osteopathie forschen dabei nach den Ursachen von Beschwerden und beschränken sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome. So werden keine Symptome im eigentlichen Sinne behandelt, sondern deren Auslöser, wie beispielsweise Bewegungsstörungen.


Dieses Konzept der Suche nach dem Auslöser und dessen positiver Beeinflussung findet sich in der Alternativmedizin immer wieder. Hier greift das Arbeitsmodell der Humoralmedizin oder auch "Säftelehre" genannt mit seiner charakteristischen 4-Elemente-Lehre der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN).


Für das Verständnis und die Arbeit mit der Humoralmedizin ist es wichtig, dass diese "Körpersäfte" nicht als Körperflüssigkeiten verstanden werden, sondern als Wirkprinzipien. Dazu zählen Blut (Sanguis), Schleim (Phlegma), gelbe Galle (Cholera) und schwarze Galle (Melancholie). Diese Wirkprinzipien beeinflussen den Konstitutionstypus und die Anfälligkeit eines Menschen, als auch die Art und Weise der Therapieart und der verordneten Heilmittel. Daraus abgeleitet werden die 4 Elemente zugeordnet mit Feuer, Wasser, Luft und Erde. Zusätzlich gibt des das Element "Äther", welches sich grundlegend von den anderen Elementen unterscheidet. Nach Aristoteles entspringt der Äther einer "überirdischen Quelle". Im Äther sind die Elemente in einem harmonischen Verhältnis miteinander verbunden.

Der Mensch ist gesund, wenn alle Elemente ausgeglichen sind (im Äther) und umgekehrt krank, wenn ein oder mehrere Elemente überwiegen.

Die Zuordnung der Elemente:

  • Äther DNA, Gewebe, Zeller, Atem

  • Luft Bewegungen der Muskulatur, der Herzschlag, das Ein- und Ausatmen der Lunge, die Bewegungen der Magenwand und des Darmes, sowie alle Bewegungen des zentralen Nervensystems

  • Feuer Stoffwechsel und Enzymsystem, Verdauung, Intelligenz, Körpertemperatur, Denkvorgänge und Sehvermögen.

  • Wasser Absonderungen der Verdauungssäfte und Speicheldrüsen, Schleimhäuten, Plasma. Wasser ist unerlässlich für die Funktion der Gewebe, Organe und der verschiedenen Systeme im Körper.

  • Erde Knochen, Knorpel, Nägel, Muskulatur, Sehen, Haut und Haare.


So wird in der Humoralmedizin mit dem Element gearbeitet, welches bei einem anderen zum Ausgleich verhelfen kann. Eine Störung des Luftelementes wird über die Erde bearbeitet und umgekehrt. Oder das gestörte Luftelement (bei zuviel oder zuwenig Energie) wird ausgeglichen.


Zum Beispiel eine laufende, kribbelnde Nase bei einem Schnupfen lässt sich einem gesteigerten Prinzip des Elementes Luft zuordnen (warm und feucht) und würde entsprechend mit pflanzlichen Heilmitteln und Therapie-Massnahmen behandelt werden, die leicht kühlend und trocknend wirken (Erdelement). So wird Ihr Körper wieder ganzheitlich in seine Mitte gebracht.


Im Sinne der Osteopathie - mit Bezug zur Humoralmedizin - können Schmerzen in der Muskulatur mit Bewegungseinschränkung einer Störung im Element Luft zugeordnet werden. Diesen Einschränkungen kann man mit "erdenden Massnahmen begegnen, sprich ich animiere und therapiere den Patienten zur Stärkung und zum Ausgleich der Knochen, Muskulatur und Sehnen. Dazu stehen verschiedene Techniken zum Ausgleich zur Verfügung, z.B. Faszientherapie oder die Behandlung von Tenderpoints (Schmerzpunkte) oder auch gezielte Übungen zur Kräftigung.


So können sämtliche Erkrankungen der Humoralmedizin zugeordnet und entsprechend den Gesetzmässigkeit der 4-Elemente-Lehre mit verschiedenen Therapiemassnahmen ausgeglichen werden, so dass die Ordnung im Körper wiederherstellt wird.